Wenn der Herbst langsam Einzug hält, die ersten Äpfel im Garten reif werden und es draußen nach nassem Laub duftet, ist bei mir wieder Apfelkuchenzeit.
Und manchmal braucht es dafür gar kein ausgefallenes Rezept. Keine besonderen Zutaten, keine komplizierte Dekoration und schon gar keine aufwendige Backaktion. Manchmal ist es genau das einfache Rezept, das am Ende alle am liebsten mögen.
So wie dieser versunkene Apfelkuchen.
Ein echter Kuchenklassiker, der schon beim Backen herrlich nach Herbst duftet. Saftiger Rührteig, aromatische Äpfel und eine feine Zimtnote mehr braucht es eigentlich gar nicht.
Und das Beste: Der Kuchen ist schnell gemacht, unkompliziert und wunderbar saftig.


Mein Tipp für besonders aromatischen Apfelkuchen
Ich ritze die Apfelviertel vor dem Backen mit einem Messer ein wenig ein. Das sieht später nicht nur hübsch aus, sondern sorgt auch dafür, dass die Äpfel schön gleichmäßig garen.
Wer es besonders herbstlich mag, kann zusätzlich ein wenig Zimt mit Zucker mischen und die Äpfel damit bestreuen.
Und wenn der Kuchen noch leicht warm ist, dazu ein Klecks Schlagsahne … dann ist für mich der Herbst perfekt.
Versunkener Apfelkuchen einfach, schnell und saftig
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Backzeit: ca. 40–45 Minuten
Backform: 26 cm Springform
Temperatur: 160 °C Umluft
Zutaten
Für den Rührteig:
- 125 g weiche Butter
- 125 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 Eier
- 200 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 3 EL Milch
Für den Belag:
- 4 Äpfel
- 1 EL Zitronensaft
- 1 EL Zucker
- ½ TL Zimt
Außerdem:
- etwas Butter für die Form
- etwas Mehl für die Form
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Backofen vorheizen:
Den Backofen auf 160 °C Umluft. Eine 26-cm-Springform einfetten und mit etwas Mehl ausstäuben. - Äpfel vorbereiten:
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel mit etwas Zitronensaft beträufeln. Anschließend die Oberseite mehrmals leicht einschneiden. - Rührteig zubereiten:
Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker einige Minuten cremig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren.Mehl, Backpulver uns Salz miteinander vermischen und kurz unter die Butter-Ei-Masse rühren. Zum Schluss die Milch dazugeben. Nur so lange rühren, bis ein glatter, cremiger Teig entsteht. - Teig in die Form geben:
Den Teig in die vorbereitete Springform geben und glatt streichen. - Äpfel darauf verteilen:
Die Apfelviertel mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf dem Teig verteilen und leicht hineindrücken. - Ab in den Ofen:
Zucker und Zimt vermischen und über die Äpfel streuen. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen etwa 30 – 40 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob der Kuchen fertig ist - Abkühlen lassen:
Den versunkenen Apfelkuchen aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Praktische Backtipps für den perfekten versunkenen Apfelkuchen
Butter und Eier sollten Zimmertemperatur haben.
Dann verbindet sich die Butter schön mit den übrigen Zutaten und der Rührteig wird besonders gleichmäßig und locker.
Die Eier am besten einzeln unterrühren.
So bekommt der Teig eine schöne cremige Konsistenz. Sollte die Masse nach der Zugabe eines Eis einmal etwas gerinnen, ist das kein Drama beim anschließenden Unterrühren des Mehls gibt sich das wieder.
Mehl nicht zu lange unterrühren.
Sobald die Zutaten gerade miteinander verbunden sind, reicht es. Wird der Teig zu lange gerührt, kann der Kuchen unnötig fest werden.
Die Äpfel nicht zu klein schneiden.
Für einen klassischen versunkenen Apfelkuchen sind geviertelte Äpfel perfekt. Sie behalten beim Backen ihre Form und sorgen für die typischen saftigen Apfelstücke im Kuchen.
Apfelviertel einschneiden – aber nicht durchschneiden.
Die kleinen Schnitte sehen nach dem Backen hübsch aus und lassen die Äpfel gleichmäßiger garen. Außerdem kann der Teig beim Backen ein bisschen zwischen die Einschnitte wandern.
Nicht nur auf die Backzeit verlassen.
Jeder Backofen ist ein bisschen anders. Deshalb gegen Ende der Backzeit die Stäbchenprobe machen. Kleben noch feuchte Teigreste am Holzstäbchen, darf der Kuchen noch ein paar Minuten weiterbacken.
Wird der Kuchen oben zu dunkel?
Dann einfach nach etwa 30 Minuten locker mit einem Stück Backpapier oder Alufolie abdecken. So kann der Kuchen in Ruhe fertig backen, ohne dass die Oberfläche zu dunkel wird.
Den Kuchen erst etwas abkühlen lassen.
Frisch aus dem Ofen ist der Rührteig noch sehr weich. Nach etwa 10–15 Minuten lässt sich der Kuchen vorsichtig aus der Springform lösen und anschließend vollständig auskühlen.


So schmeckt der Herbst
Ich finde, dieser Kuchen ist der beste Beweis dafür, dass es manchmal gar nicht viel braucht.
Ein einfacher Rührteig, ein paar aromatische Äpfel und ein bisschen Zimt und schon steht ein Kuchen auf dem Tisch, der nach gemütlichem Herbstnachmittag schmeckt.
Am liebsten serviere ich ihn noch leicht warm mit einem Klecks Schlagsahne. Aber auch am nächsten Tag schmeckt er noch wunderbar saftig.
Also: Äpfel besorgen, Rührschüssel raus und losbacken.
Denn manchmal sind es eben die ganz einfachen Kuchen, die Lecker macht süchtig machen.
Viel Spaß beim Backen wünscht euch Jessica